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VDR e.V Köln, Gruppe Düren

Hundeplatz-ABC

Hundeplatz-ABC

Das Hundeplatz-ABC

C

Charakter
– ist bei jedem Hund unterschiedlich. Die einen sind mutig, die anderen ängstlich, die einen spielen gerne, die anderen wollen ihre Ruhe haben. Hunde sind genau so verschieden voneinander, wie Menschen das sind. Sicher auch deshalb lieben wir unsere Hunde so.

D

Down
– Ist der englische Begriff für unser „Platz“. Die grundsätzliche Idee dabei ist, dass der phonetische Unterschied zwischen dem englischen Begriff für „Sitz“ (Sit) und Platz (Down) größer ist, als bei den deutschen Befehlen und der Hund diese daher leichter unterscheiden kann. Das kann tatsächlich funktionieren, aber man kann ebenso gut bei den bewährten deutschen Begriffen bleiben, wenn man sich die Mühe macht, diese möglichst deutlich voneinander zu unterscheiden – beispielsweise mit einem langgezogenen „a“ beim Platz und einem schnellen, höheren „i“ beim Sitz.



Dog-Dancing – Gehört zu den neuen Hundesportarten, die wie Pilze aus dem Boden schießen. Dabei ist grundsätzlich alles zu befürworten, woran HundeführerIn und Hund Spaß haben und sich miteinander beschäftigen. Hier geht es also um das Tanzen mit dem Hund, wobei die natürlichen Bewegungsabläufe des Hundes mit solchen des Hundeführers kombiniert werden, so dass das Endergebnis tatsächlich einem Tanz ähnelt. Sicherlich fördert das die Bindung zwischen Hund und HundeführerIn und erfordert auch sehr konzentriertes Arbeiten. So kann man einen Hund sowohl körperlich als auch geistig auslasten. Alle diese Sportarten (weitere folgen im Hunde-ABC) verstehen sich jedoch immer zusätzlich zu einer vernünftigen Unterordnung. Denn wenn hier das Verhältnis HundeführerIn/Hund nicht stimmt, klappt’s auch mit dem Dog-Dancing nicht.



Dominanz – Bei einer Begegnung zwischen Hunden wird grundsätzlich die Rangfolge geklärt, selbst wenn die Hunde sich gut kennen. Der dominante Hund wird aufrecht, mit erhobener Rute und aufgestellten Ohren (falls möglich) auf einen anderen Hund zugehen, den anderen Hund beschnuppern, sich selbst unter Umständen aber nicht beschnuppern lassen und möglicherweise sogar beim weniger dominanten Hund den Kopf auf den Nacken legen. Der weniger dominante Hund wird sich möglicherweise „klein machen“, an den Lefzen des anderen Hundes lecken, sich sogar auf den Rücken legen und beschnüffeln lassen.

Es ist wichtig, dass wir solche Verhaltensweisen richtig deuten. Durch genaues Beobachten unseres eigenen Hundes und des oder der anderen anwesenden Hunde können wir oft schon im Vorfeld Situationen entschärfen, die sich schneller aufschaukeln können, als man sich das vorstellen kann.



Trifft nämlich ein dominanter Hund auf einen anderen, der ebenso dominant ist, fliegen ganz schnell die Fetzen. Das ist übrigens unabhängig von der Größe des Hundes. Auch ein kleiner Hund kann dominant sein, hat aber bei der Begegnung mit einem größeren und auch dominanten Hund deutlich schlechtere Karten.

In aller Regel laufen Begegnungen zwischen Rüde und Hündin problemloser ab, als zwischen gleichgeschlechtlichen Tieren, aber auch hier gibt es Ausnahmen.

Auch wenn sich ein Hund quer vor einen anderen stellt, ihm sozusagen den Weg abschneidet, ist das ein Dominanzsignal, ausgenommen es geschieht während eines Spiels, hier können die Rollen nämlich wechseln. Allerdings wird dadurch die zwischen den Hunden festgelegte Rangfolge nicht berührt.


Die Interaktion mit anderen Hunden ist für jeden Hund wichtig, allerdings sollte man genau darauf achten, mit welchen Hunden man diese Interaktion zulässt und wann die Situation kippen kann. Das geschieht häufig, wenn ein neuer Hund in eine Gruppe hinein kommt, die sich bereits gut kennt. Dann reagieren oft auch die Hunde der ursprünglichen Gruppe anders, als sonst. Das beobachten wir auch immer wieder auf dem Hundeplatz. Die „Neuen“ werden verbellt, herausgefordert und ausgetestet, so lange, bis man weiß, wo sie in der Rangordnung stehen. Dasselbe passiert auch, wenn ein bekannter Hund längere Zeit nicht auf dem Platz war, legt sich aber schneller wieder, als bei einem echten Neuankömmling.


Quelle: VDR-Hundemagazin Dezember 2010